Technische, organisatorische und rechtliche Aspekte von Data Sharing — Wie werden diese Herausforderungen am besten angepackt?

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Daten sind ein unverzichtbares Gut, egal ob für uns als Privatpersonen oder für die Unternehmen. Das man Daten sammeln sollte ist nichts Neues. Doch was für ein Potential in Daten steckt und welche rechtlichen Aspekte diese mit sich bringen, wissen heute noch nicht viele.

Vielleicht fragt sich nun die eine oder andere Person, was geht mich als Konsument oder Produzent nun also der Datenschutz an? Sobald ein Unternehmen Produkte oder Services nicht nur inländisch sondern auch ausländischen Personen oder Unternehmen anbietet, kommt DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) oder GDPR (General Data Protection Regulation) zum Zug. Obschon die Schweiz noch keine Gesetzgebung diesbezüglich hat, muss ich als Unternehmen mit Kunden im Ausland bereits heute diesen Gesetzgebung nachkommen.

Die Frage stellt sich also wie kann ich mich als Unternehmen aber auch als Konsument absichern? Wenn die entsprechenden Datenschutzgesetzte nicht eingehalten werden kann es nämlich sehr teuer werden. Dies zeigte sich im Fall von Facebook. Im März 2018 entschieden sich gleich zwei US-Gerichte im Datenskandal um Cambridge Analytica gegen Facebook. Der US-Konzern muss nun mit einer Strafe in Milliardenhöhe rechnen.

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Benjamin Domenig — Domenig & Partner Rechtsanwälte AG

Die Grenzen zwischen Recht und Unrecht ist oftmals sehr schwammig. Mit der Anonymisierung der Daten ist man aktuell auf der sicheren Seite. Niemand weiss jedoch wie das in Zukunft aussehen wird, denn die Gesetzgebung reagiert erst auf Situationen die bereits ein paar Jahre vorhanden sind. Wer ganz sicher sein will, holt sich kompetente Beratung und Unterstützung für solche Themen. Domenig & Partner Rechtsanwälten AG bietet zum Beispiel einen online Datenschutzgenerator an, wo sich jedes Unternehmen innerhalb weniger Minuten eine auf Ihre Webseite und Ihr Unternehmen massgeschneiderte Datenschutzerklärung zusammenstellen kann.

Der Anteil an persönlichen Daten, auf alle vorhanden Daten weltweit ist enorm. Nächstes Jahr wird laut Accenture jedermann ein Datenvolumen von 2.5 GB produziert haben. Diese Daten werden dann auch nicht einfach wieder gelöscht. Was also passiert mit diesen Daten?

Heute sitzt der Kunde im driver-seat und bestimmt was mit seinen Daten passiert. Immer wie mehr Leute interessieren sich für ihre eigenen Daten und wollen haargenau wissen, wo welche persönlichen Daten erfasst werden und was mit diesen passiert. Fast alle möchten im Online-Trend dabei sein, von Angeboten profitieren und selbst Inhalte sichtbar für die ganze Welt produzieren, und doch ist man heute auch vorsichtig geworden mit dem digitalen Ich.

Daten sind heutzutage ein unverzichtbares Gut und sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind die Währung mit der wir für kostenlose Service bezahlen — wie bei Facebook, Google und co. Somit wird der Konsument plötzlich zum Produkt. Es gibt keinen fairen Handel für uns als Konsumenten mit unseren eigenen Daten. Erschreckend ist, dass uns Firmen wie Google und Amazon besser kennen durch die Suche nach dem letzten Cat-Video oder unserem Einkauf beim Black-Friday Sale, als Firmen, mit denen wir Daten absichtlich teilen.

Um Wert aus Daten generieren zu können, müssen die Daten nicht nur erhoben und gesammelt werden sondern auch gepflegt. Deshalb werden diese auch immer zu grösseren Kostenfaktoren für Firmen. Dank GDPR hat man ein Mittel gefunden um an grosse Datenkraken zu gelangen was bis anhin unmöglich war. Eines der wichtigsten Elemente dabei ist die Daten Portabilität. GDPR ist sehr nahe am my-data Model, welches eine einfache Idee verfolgt, der Nutzer soll im Zentrum seines Datenuniversum stehen. Dies stellt das Prinzips hinter einem CRM auf den Kopf. Auch da kommt wieder die Frage auf, ob Kunden wirklich ihre Daten teilen wollen?

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Christian Kunz — CEO BitsaboutMe

Die meisten geben an, dass Ihnen Privacy sehr wichtig sei, jedoch ist fast jeder sehr schnell bereit mit Onlinediensten seine Daten zu teilen. Heisst das also dass wenn man mehr Convenience möchte, man dafür mit Privacy bezahlen muss?. “Dies ist totaler Blödsinn…” sagt Christian Kunz von BitsaboutMe und doch will uns beispielsweise Facebook etc. genau dies bewusst machen damit wir Daten freiwillig teilen und sie diese gewinnbringend sammeln können. Was innovative Unternehmen heute machen und wir als Konsumenten benötigen ist eine neue Art von Produkten, die mit “Privacy by Design” gebaut werden — Apple macht uns dies einmal mehr mit dem neuen iPhone vor.

Wir haben nun gelernt, dass der Datenschutz ernstzunehmen ist und jeder einzelne Kontrolle über seine Daten gewinnen sollte. Was wir aber noch nicht wissen, ist wie und wo wir diese Kontrolle erlangen können. Genau dafür gibt es Firmen wie BitsaboutMe, Solid und weitere, die mit Ihrer Vision das Internet user-centric zu machen einen grossen Beitrag an die Zukunft von Data Sharing leisten.

Wichtig dabei ist zu betonen, dass BistaboutMe genauso keine Daten hat, wie Uber keine Autos und Airbnb keine Hotelzimmer ;-) — Christian Kunz

BitsaboutMe hat eine einfache Lösung für dieses Problem gefunden und verhilft dir zu mehr Kontrolle über dein digitales Ich. Man verbindet verschiedene Datenquellen mit ihrer Applikation. Dort entscheidet man welche Teile seines Datenprofils man teilen möchte und akzeptiert einen oder mehrere passende Datendeals von verschiedenen Unternehmen. Sobald der Deal abgewickelt wurde, bekommt man die vorher abgemachte Prämie ausbezahlt. Wenn wir schon beim Datenthema sind, wichtig ist dabei zu betonen sagt Christian Kunz: “…dass BistaboutMe genauso keine Daten hat, wie Uber keine Autos und Airbnb keine Hotelzimmer”.

Verfasst von Anna-Karina Messerli & Simona Fessler

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